Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz

Roman
bilgerverlag
25.08.11, 336 Seiten, sFr. 36.-
ISBN 978-3-03762-018-2
Nominiert für den Rauriser Literaturpreis 2012
Auf der Longlist für den Seraph 2012 in der Kategorie "bestes Debüt"
Klappentext und Stimmen:
Einer fragte mich: »Ist das wirklich wahr?« - Ich sagte: »Ich weiss es nicht.«
Wigand Behaim ist Kartograph mit Leib und Seele und hat sich der Aufgabe verschrieben, die gesamte Erde akkurat zu kartieren. Er will damit seiner Urangst, sich zu verirren, etwas entgegensetzen. Sibylle Blauwelsch dagegen fürchtet sich vor dem Zuspätkommen und wird von der Zeit durch immer neue Metamorphosen gepeitscht. Sibylles erstes Geschlecht war Knabe. Seine Farbe Westrot. Sein erster Beruf Krieger. Sein Name: Segundo Quinto.«
Ursula Timea Rossels Buch ist ein Quantenroman mit Karten und Kalendern, ein herrliches Lesevergnügen, eine kryptogeorgraphische Reise in ein Land, in dem Füsse nie den Boden berühren – genauso wie es die Legende will.
»Ein unbändiges Buch, es pfeift einem um die Ohren wie ein plötzlicher Passwind.« Peter von Matt , Literaturkritiker
»Ein wunderbares Buch!«
Urs Widmer, Schriftsteller
»Die junge Schweizer Autorin Ursula Timea Rossel hat mit ihrem Debüt "Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz" ein Feuerwerk an Phantasie und fulminanten Geschichten vorgelegt.« Bettina Hesse, WDR5, 4. Februar 2012
» „In der Literatur fasziniert uns nur das Wilde. Langweiligkeit ist ein anderes Wort für Zahmheit”, bemerkt Henry David Thoreau in „Walking”. Und in seiner komplexen Ungezähmtheit nimmt, ganz in diesem (hier allerdings recht unamerikanischen, eher helvetischen) Faszinationssinne, „Man nehme…” den perplexen Leser mit auf eine Expedition „Into the Wild.” « Tillmann Reik, Culturmag, 1. Februar 2012
»Ursula Timea Rossels mutiges Romandebüt - Hält man in der Literatur der jüngeren Vergangenheit Ausschau nach einem Vergleichsstück zu diesem wahrlich ver-rückten Buch, lässt sich u. a. die DDR-Autorin Irmtraud Morgner nennen, die mit ihrem Romanwerk in ähnlicher Weise alle Fesseln gesprengt hat.«
Beatrice Eichmann-Leutenegger, NZZ, 21. Januar 2012
»Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz ist artifiziell und ambitioniert, verspielt und streng, burlesk und trocken, polyglott und bodenständig. Da schreibt eine intelligente Autorin mit einem jetzt schon unverwechselbaren Sound. Der große Peter von Matt hat recht: Es pfeift einem um die Ohren wie ein plötzlicher Passwind.«
Lothar Struck, Glanz & Elend
»Ein Feuerwerk an Interessantem und Kuriosem, eine absolut einmalige Mischung aus Fiktion und Wissenswertem über Astronomie, Physik, Mathematik und Mythologie. Eine Reise durch Zeit und Raum, zu Möglichem und Unmöglichem. Eine Geschichte, die den Leser in ihren Bann zieht, die ihm vorgaukelt, auf sicherem Boden zu stehen und ihm diesen dann unter den Füßen wegreißt. Ein einmaliges Lesevergnügen für alle, die sich auf dieses Gedankenexperiment einlassen können. Absolut empfehlenswert!«
Mareike Liedmann, ekz Bibliotheksservice, Reutlingen
»Curiosity killed the cat - The novel ist reminiscent ot the David Mitchell bestseller, Cloud Atlas. A wonderfully original tour de force.«
New Books in German, Autumn 2011
»Dieses Buch ist wie ein Trojaner, es geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Starke Welten in starker Sprache! Ba/rock.« Francesco Micieli, Schweizer Monat, Dezember 2011
Aus der Verlags-Programmvorschau:
Der letzte Tag des Kartographen Wigand Behaim; die Metamorphosen der Sibylle Blauwelsch; das Martyrium der Heiligen Ursula und wie Schrödingers Katze ihnen allen übel mitspielt.
Wigand Behaim ist Kartograph mit Leib und Seele und hat sich der Aufgabe verschrieben, die gesamte Erde akkurat zu kartieren. Er will damit seiner Urangst, sich zu verirren, etwas entgegensetzen. Wigands Lebenspartnerin Sibylle Blauwelsch wird von der Zeit durch immer neue Metamorphosen gepeitscht, lebt unter Guerilleros im mittelamerikanischen Dschungel, züchtet Rennkamele in der arabischen Wüste, macht Jagd auf den Schneelöwen und strandet als schwarzafrikanischer Flüchtling im Land der Berge und Zeiger.
Es werden in diesem Buch so einige Laufkilometer Stoff besungen, und nur selten passt orientalischer Brokat zum schottischen Tweed. Wenn hier etwas verbogen wird, dann Zeiträume und Raumzeiten. Man erfährt endlich, wo Atlantis liegt, hört von der Globuskrankheit, von Schrebergärten, Expeditionen und Schneckenversuchen.
